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Torino 2006
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Torino 2006 Olympic Games

logo torino 2006

Als im Juni 1999 Juan Antonio Samaranch bekannt gab, dass die 2006 Winter Olympic Games in Torino statt Sion stattfinden werden, war die Enttäuschung mega gross.

Nach 7 Jahren ist die Enttäuschung verflogen, auch wenn immer noch ein wenig Wehmut da ist, und ich freue mich auf spannende und fröhliche Winter Olympic Games in Torino.

Day 14:

Sarah Meier (SUI) holt im Eiskunstlauf der Frauen als Achte ein Olympia Diplom.
Carolina Kostner (ITA) wurde Neunte.

sarah meier

carolina kostner

Zwei Schweizer Steine lagen vor dem letzten Stein des schwedischen Skips Anette Norberg im Zusatzend «shot». Mit einem erfolgreichen Doppel-Take-out gelang es den Schwedinnen doch noch, den Vorteil des letzten Steins auszunutzen. Bei einem Fehlstein Norbergs wäre der Olympiasieg an die Schweizerinnen gegangen. Somit stand es 6:7 nach Zusatzend gegen die Welt- und fünffachen Europameisterinnen aus Schweden.

curling final ladies

Die Snowboard-Erfolgsstory geht weiter. Einen Tag nach Philipp Schoch krönte sich auch Daniela Meuli  (SUI) zur Königin der Alpin-Snowboarder. In Bardonecchia gewann die Davoserin vor der jungen Deutschen Amelie Kober Gold im Parallel-Riesenslalom.
Im letzten der sechs olympischen Wettkämpfe erhöhte Meuli somit die Anzahl Goldmedaillen der Schweizer Snowboarder auf drei, womit die Marke der USA egalisiert wurde.

daniela meuli

Day 13:

Ein weiterer schweizer Tag, unglaublich!

Der "Full-Full-Full" (drei Salti und drei Schrauben) trug Evelyne Leu (SUI) auf der Skiakrobatik-Schanze von Sauze d'Oulx den Olympiasieg ein. Nach Rang 5 im ersten Durchgang erhielt die Baselbieterin für ihren Paradesprung im zweiten Versuch die Höchstnoten des Abends.
Vier Jahre nach dem Debakel von Salt Lake City, als die nach der Qualifikation führende Leu im Finaldurchgang kopfüber gestürzt war, setzte die bald 30-jährige Weltcup-Leaderin ihrer Karriere das "i-Tüpfelchen" auf.
Das herausragende Schweizer Ergebnis rundete Manuela Müller mit dem guten siebten Platz ab.

evelyne leu

Philipp Schoch (SUI) sorgte für ein Novum an Snowboard-Wettkämpfen. Der Zürcher Oberländer schaffte es im Parallel-Riesenslalom als Erster, einen Olympiasieg zu wiederholen. Im Final bezwang er seinen um ein Jahr älteren Bruder Simon Schoch (SUI) in beiden Läufen.
Zuletzt gab es 1984 einen Doppelerfolg von Brüdern. In Sarajewo holte sich Phil Mahre olympisches Gold im alpinen Slalom vor Steve.
Im dritten Finalduell der Schoch-Brüder in dieser Saison fuhr Philipp Schoch im ersten Lauf auf dem leichter zu befahrenden roten Kurs einen Vorsprung von 88 Hundertsteln heraus. Diesen verteidigte er auch in der Reprise souverän.

philipp simon schoch

Den schweizer Tag rundeten die Curlerinnen ab.
Es ist angerichtet für Gold oder Silber: Wie vor vier Jahren  hat jetzt auch Skip Mirjam Ott (SUI) mit ihrem Flimser Curlingteam den Olympia-Final erreicht. Die Schweizerinnen besiegten im Halbfinal Kanada 7:5.
Im Final treffen die Schweizer Curlerinnen wie erwartet auf die Weltmeisterinnen und fünfmaligen Europameisterinnen aus Schweden.

curling suisse

Keine weitere Sensation gab es leider für das Schweizer Eishockey-Nationalteam. Die Mannschaft von Ralph Krueger verlor im Viertelfinal gegen Schweden diskussionslos 2:6.
Das Olympia-Abenteuer war für die Schweizer dennoch ein Erfolg. Mit dem Einzug in die Viertelfinals und dem Gewinn eines Diploms wurden die Erwartungen erfüllt, mit den sensationellen Siegen gegen Tschechien (3:2) und Kanada (2:0) hatten sich die Schweizer in den Gruppenspielen gar selbst übertroffen.

Day 12:

Sarah Meier (SUI) befindet sich nach dem Kurzprogramm im Eiskunstlauf als Zehnte zwar zwei Plätze hinter dem angestrebten Diplomrang, doch der Rückstand auf die achtklassierte Japanerin Miki Ando beträgt lediglich 0,43 Punkte.
Sarah Meier zeigte in ihrem Programm zur Filmmusik «Finding Neverland» eine ähnlich starke Leistung wie an den Europameisterschaften im Januar in Lyon, an welchen sie nach dem ersten Wettkampfteil auf Rang drei gelegen hatte. Sieht man von einer winzigen Unsicherheit bei der Landung des Doppel-Axels ab, gelangen der fünffachen Schweizer Meisterin alle drei Sprungelemente einwandfrei. Die Harmonie mit der Musik und der Ausdruck stimmten.

sarah meier

Die Einheimische Carolina Kostner (ITA) vermochte dem enormen Druck nicht standzuhalten - die WM-Dritte stürzte bei der Kombination - und musste mit dem elften Zwischenrang vorlieb nehmen. Die Kür findet am Donnerstagabend statt.

carolina kostner

In Führung liegt die amerikanische WM-Zweite Sasha Cohen (USA).

Day 10-11:

Am Sonntag war ich live in Cesana bei den Finalläufen der Zweierbobrennen der Männer,

bob in cesana mit annen

cesana bob

am Montag in Torino beim Spiel um den Platz 7 der Frauen im Eishockey zwischen Italien und der Schweiz,

schweiz icehockey

beim olympischen Feuer,

olympisches feuer

und der Abschluss war dann die Medaillenzeremonie auf dem Medal Plaza.

medal plaza in torino

Day 9:

Zwei Tage nach dem 3:2 über Tschechien erlebte das Schweizer Eishockey-Nationalteam die nächste Sternstunde. Nach dem Sieg über den Weltmeister wurde auch der amtierende Olympiasieger Kanada 2:0 besiegt.
Der Schweizer Sieg erreichte sporthistorische Bedeutung - es war der erste Erfolg gegen eine kanadische Nationalmannschaft an einer WM oder an Olympischen Spielen.

Die Schweizer Alpinen kommen aus dem Feiern nicht heraus. Ambrosi Hoffmann (SUI) wurde im Super-G hinter Kjetil André Aamodt und Hermann Maier Dritter und holte für das Team von Swiss-Ski die bereits dritte Medaille an diesen Spielen.

ambrosi hoffmann

Day 8:

Selbst sein Vater hatte ihn schon abgeschrieben, aber Gregor Stähli legte im Skeleton-Rennen der Männer in Cesana (It) nach ernüchternden Trainingsfahrten seine ganze Klasse in die Bahn und holte die Bronzemedaille. Im entscheidenden Durchgang kämpfte sich der Schweizer vom 5. auf den 3. Platz vor.

Tanja Frieden (SUI) sicherte sich bei der Olympia-Premiere der Boardercross-Spezialistinnen auf spektakuläre Weise Gold. Die Schweizerin lag im Final klar distanziert auf Silberkurs, als die mit grossem Vorsprung führende Lindsey Jacobellis (USA) wenige Meter vor dem Ziel ihren vermeintlichen Sieg mit einer Showeinlage feiern wollte - und promt stürzte. Frieden fuhr an der bemitleidenswerten Amerikanerin vorbei als Erste ins Ziel.
Nach Gian Simmen und Philipp Schoch stellen die Schweizer Snowboarder damit zum drittenmal seit der Aufnahme ins Programm der Winterspiele einen Olympiasieger.

tanja frieden

Day 7:

Maya Pedersen-Bieri (SUI) ist am Ziel ihrer Träume angelangt. Die 33-jährige Skeletonfahrerin liess in Cesana der Konkurrenz keine Chance und sicherte der Schweiz die erste Goldmedaille an den Winterspielen in Turin.
Pedersens Vorsprung nach zwei fast makellosen Fahrten betrug schon 1,23 Sekunden auf die Britin Shelley Rudman (GBR) und 1,58 auf Weltcup-Gesamtsiegerin Mellisa Hollingsworth-Richards (CAN).

medaillengewinnerinen im skeleton

maya pedersen

skeleton

Stéphane Lambiel (SUI) hat in Turin seinen Traum einer Olympia-Medaille verwirklicht. Der Weltmeister verbesserte sich in der Kür vom 3. auf den 2. Platz. Der Russe Jewgeni Pluschenko lief erneut in einer anderen Liga und holte souverän Gold.

Stéphane Lambiel

Für eine Sensation sorgten auch die Schweizer Eishockejaner.
22 Stunden nach dem ernüchternden 0:5 gegen Finnland erlebte das Eishockey-Nationalteam eine Sternstunde. Torhüter David Aebischer und Stürmer Thierry Paterlini führten die starken Schweizer zum sensationellen 3:2-Sieg gegen Weltmeister Tschechien.

Somit geht ein aussergewöhnlicher Olympia Tag zuende und schrieb Schweizer Sportgeschichte.

Day 6:

Fantastische Martina Schild! Die Berner Oberländerin gewann hinter der Österreicherin Michaela Dorfmeister in der Abfahrt die Silbermedaille. Nadia Styger wurde gute Fünfte.

martina schild

Day 5:

Beim Eiskunstlaufen der Herren zeigte Jewgeni Pluschenko (RUS) ein perfektes Kurzprogramm welche mit 90.66 Punkten belohnt wurde, soviel wie noch nie eine Kür zuvor.
Mit einem Vorsprung von über 10 Punkten auf die nächsten hat er Gold schon fast auf sicher.

jewgeni pluschenko

Stéphane Lambiel (SUI) wahrte seine Medaillenchancen und ist nach dem Kurzprogramm auf Platz 3.

stephane lambiel

In der Herren Kombination verpasste Daniel Albrecht (SUI) mit 6 Hundetstel ganz knapp die Bronze Medaille.

Im Rodeln der Frauen gewann Deutschland den ganzen Medaillensatz. Dies haben zuvor erst acht andere Länder geschafft.

Day 4:

Die Torino 2006 Olympic Games sind in vollem gang und bereits hat es viele spannende Momente, hochstehende Wettkämpfe und Emotionen gegeben.

Beim Snowboard der Frauen in der Halfpipe gewann Hannah Teter (USA) nach zwei fast perfekten Runs die Goldmedaille. Titelverteidigerin Kelly Clark (US) zeigte bis zum Patzer bei der letzten Landung den wohl besten Lauf, der je von einer Frau an einem internationalen Wettkampf gezeigt wurde.

Hannah Teter

Beim Paarlauf gab es zum ersten Mal richtig Emotionen.
Der Silbemedaille von Zhang/Zhang ging eine unglaubliche Geschichte voraus. Beim Versuch des vierfachen Wurf-Salchows, was eine Weltpremiere gewesen wäre, kam Dan Zhang bei der letzten Drehung nicht ganz rum und fiel dermassen blöd auf das Eis, dass sich die Beine beinahe im Spagat befanden. Daraufhin mussten sie ihr Programm für einige Zeit unterbrechen -- die beinahe märchenhafte Fortsetzung ist bekannt.

Das schweizer Team ging heute leider leer aus.

Day 1:

Mit der Opening Ceremony in Torino werden die XX. Winter Olympic Games eröffnet. Ein wichtiger Bestandteil werden die Olympischen Symbole spielen.

Die Olympischen Symbole

Die Olympische Fahne

Olympische Fahne

Der Olympische Eid
 "Im Namen aller Teilnehmer verspreche ich, dass wir uns bei den Olympischen Spielen als loyale Wettkämpfer erweisen, ihre Regeln achten und teilnehmen im ritterlichen Geist zum Ruhme des Sports und zur Ehre unserer Mannschaften."

Das Olympische Feuer
olympische feuer



Philipp Schoch (Olympia Sieger 2002 im Snowboard) wird die Schweizer Fahne ins Olympia Stadium tragen.

philipp schoch 2002

Bastian Bommer

© 22/02/2006 by Bastian Bommer


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